Rezension - "Alles, was ich sehe"

"Alles, was ich sehe" von Marci Lyn Curtis
Original-Titel: "The One Thing"


Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde. Sie will keine tapfere Kranke sein, und auf Unterricht von anderen Blinden kann sie gut verzichten. Nach einem missglückten Streich passiert es: Sie kann wieder sehen! Nur einen Ausschnitt der Welt, genauer: einen zehnjährigen Jungen namens Ben. Mit Hilfe des altklugen und hinreißenden Jungen scheint sie einen Teil ihres alten Lebens zurückzubekommen. Und Bens großer Bruder Mason ist Sänger in Maggies Lieblingsband. Und ziemlich attraktiv. Doch er lässt sie abblitzen, weil er denkt, dass Maggie ihre Blindheit vortäuscht – was ja irgendwie stimmt. Dann kommt heraus, warum sie ausgerechnet Ben sehen kann.



   
*Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar von Carlsen erhalten*



Zuallererst muss einmal muss einmal gesagt werden, dass das Cover eine wahre Augenweide ist. Ich meine, seht es euch an! Es ist wunderschön! Und nimmt man mal den Schutzumschlag ab .... heiliger Bimbam! Selten hab ich so ein schön verarbeitetes Buch gesehen! Die Mitarbeiter von Carlsen bzw. Königskinder haben sich wirklich selbst übertroffen. Ich bin hin und weg - also schon mal fünf Sterne dafür! 

Aber nun mal zum eigentlichen Werk an sich: 

Nach einer bakteriellen Hirnhautentzündung ist die 17-jährige Maggie Sanders blind. Vorbei ist es mit ihrer Fußballkarriere und dem Studium an einer Elite-Uni. Mit ihren Eltern versteht sie sich nicht mehr so wie früher und von den Freundinnen hat sie sich ebenfalls distanziert. Als sie eines Tages den 10-jährigen Benjamin Milton trifft, wirft dieser ihr bisher "normales" Leben völlig auf den Kopf. Denn Maggie kann den frechen Ben sehen! Und nicht nur das, je öfter sie sich in seiner Nähe aufhält, desto besser wird ihre Sicht - wenn sie aber nicht bei ihm ist, verschwindet ihr Augenlicht wieder. Maggie ist total verwirrt und versteht nicht, warum sie Ben sehen kann. Auch Ben's großer Bruder Mason trägt recht viel zu ihrer Verwirrung bei. Er spielt in ihrer Lieblingsband und sieht außerdem unglaublich gut aus. Aber aus irgendeinem Grund kann Mason Maggie nicht leiden. Denkt er etwa, dass sie ein irrer Fan ist und ihre Blindheit nur vortäuscht um ihm nahe zu kommen?

Maggie Sanders ist unglaublich! Sie ist stark, frech und nicht auf den Mund gefallen. Mit ihrer Stimme und ihrer Art nimmt sie einen sofort für sich ein. Man fühlt mit ihr und zieht viel aus ihrer Stärke. Selten gibt es Protagonisten, die so gut geschrieben oder vielschichtig sind wie Maggie! 

Ben hingegen ist das komplette Gegenteil von Maggie. Mit frechen Sprüchen und Charme verzaubert er nicht nur Maggie sondern auch die Leser. Er mag zwar erst 10 sein, ist aber so viel klüger als manch Erwachsener und bringt Leichtigkeit und Herzlichkeit in die Geschichte. Ben hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen eingenommen. 

Marci Lyn Curtis hat eine unglaubliche herzergreifende und bezaubernde Geschichte mit "Alles, was ich sehe" zu Papier gebracht. Ich habe Tränen geweint - und das waren nicht immer Tränen der Trauer! Das Buch ist eines dieser Meisterwerke, welches mit jeder Seite besser wird und man in einem Durch fertig liest, dass man danach in ein Kaninchenloch fällt und sich fragt, warum es so schnell zu Ende gehen musste ... jedenfalls war es bei mir so! :)



"Alles, was ich sehe" zählt mit Abstand zu den besten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass es DAS BESTE dieses Jahres war. Hut ab, Marci Lyn Curtis! Du hast dir somit einen Riesenfan und Sofortkäufer für deine nächsten Werke erobert ;). 

Also los Leute! worauf wartet ihr?! Kauft es, lest es und liebt es!


Titel: Alles, was ich sehe (Original-Titel: The One Thing)

Autor/in: Marci Lyn Curtis

Veröffentlichungsdatum: 18. März 2016

Seitenanzahl: 432 Seiten

Verlag: Königskinder (Carlsen)

ISBN-Nr.: 978-3-551-56022-3

Genre: Roman, Fantasy, YA
















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