Rezension - "Heilige Kuh"

"Heilige Kuh" von David Duchovny 

Originaltitel: "Holy Cow" by David Duchovny

Was haben Kühe, Popkultur und der Palästinakonflikt miteinander zu tun? Nun, sie sind alle Teil unserer heutigen Welt. Und in dieser Welt macht sich eine junge Kuh namens Elsie auf, etwas an ihrem Schicksal zu ändern. Gemeinsam mit einem zum Judentum konvertierten Schwein und dem wild plappernden Truthahn Tom begibt sie sich auf eine Abenteuerreise, in deren Verlauf der Leser viel Wahres über die Menschen erfährt. Eine saukuhle Fabel, geschrieben von einem saucoolen Autor.

Buchtrailer


     
*Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten*
*Meine Meinung ist jedoch meine eigene und hat nichts mit dem Erhalt des Buches zu tun*


Als ich mir die Inhaltsangabe zu diesem Buch durchgelesen hab, hätte ich es mir im Traum nicht vorgestellt, dass es so ablaufen würde, wie es naja abgelaufen ist. 
Die Geschichte wird aus der Sicht von einer Kuh erzählt. Yep, eine Kuh. Eine Kuh namens Elsie, die eigentlich ziemlich zufrieden ist mit ihren Leben und am liebsten auf der Weide steht, Gras frisst und sich mit ihrer ABF Mallory unterhält. Als jedoch Elsie und Mal eines Tages beschließen einen nächtlichen Ausflug zu den Bullen zu machen (jah, auch Kühe können flirten), scheint die Welt auf einmal doch nicht so rosig. Elsie beobachtet ihren Bauern und seine Familie, wie sie in ihrem Wohnzimmer sitzen und dem "Schachtelgott" zu hören. Und dieser Schachtelgott (besser bekannt als der Fernseher) erzählt Dinge - schreckliche Dinge - die Elsie's Weltbild bis zu den Grundmauern erschüttern. Denn was geschieht mit den Kühen, die auf einmal vom Hof verschwinden? Spricht der Schachtelgott die Wahrheit und sie werden geschlachtet und bis auf ihre kleinsten Teile verarbeitet? Elsie will dieses schreckliche Schicksal nicht ebenfalls erdulden und beschließt, den Hof zu verlassen und nach Indien zu reisen, denn da werden Kühe nämlich verehrt. Auch das Schwein mit dem Namen Schalom weiß über das schreckliche Schicksal der Bauernhoftiere Bescheid und hängt sich gleich an Elsie - nur geht's für ihn nach Israel (Juden essen kein Schwein, klar ne?) und auch der Truthahn Tom, der nicht als der nächste Thanksgiving-Braten enden will, beschließt mit zu gehen (für ihn geht's in die Türkei, ist doch klar!). 
Nun macht sich das dynamische Trio auf den Weg von Amerika in die Türkei - Israel und Indien. Und wie macht man das am besten? Natürlich! Man klaut ein Flugzeug und fliegt! Das Buch entführt uns auf eine aberwitzige Reise quer über den Globus und regt ab und zu auch mal zum Nachdenken an. Hier wird die Tierhaltung kritisch betrachtet, der Palästina-Konflikt wird behandelt (und sogar gelöst!) und vieles mehr. In diesem Buch steckt mehr als es auf den ersten Blick erscheint und das ist bemerkenswert. (es hat auch einen gewissen Animal Farm-Touch) 

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war witzig, zum Nachdenken anregend und einfach nur anders - aber anders gut. Es liest sich unglaublich schnell und bleibt trotzdem im Gedächtnis. Und obwohl die Protagonistin 'nur' eine Kuh ist - fühlt man sich ihr trotzdem mit ihr verbunden und teilt ihre Gedanken (auch wenn nicht alle). "Heilige Kuh" von David Duchovny hat mich positiv überrascht und ich würde es jedem nahelegen, der einfach mal eine Abwechslung braucht. 

Titel: Heilige Kuh (OT: Holy Cow)

Autor/in: David Duchovny  

Erscheinungsdatum: 11. Juli 2016

Seitenanzahl: 225

Verlag: Heyne

ISBN: 9783453269897

Genre: Fiction, Fantasy, Humor; 




Der Autor von "Heilige Kuh" ist niemand anderes als der Hauptdarsteller von "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI". Auch im persönlichen Leben setzt er sich für Tiere ein und ist Mitglied von zahlreichen Organisationen. 




 











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