Rezension - "Ana und Zak"

"Ana und Zak" von Brian Katcher
Originaltitel: "The Improbable Theory of Ana and Zak" 

Das Leben auf zwei verschiedenen Planeten – bis zum ersten Kuss
Bis Ana und ihr jüngerer Bruder Clayton an derselben Quiz-Meisterschaft in Seattle teilnehmen wie Zak. Alles könnte gut sein, doch Mastergenie Clayton entwickelt sich zum kleinen Aas und haut heimlich abends vom Turnier ab, um sich auf der nahe stattfindenden großen Science-Fiction-Comic-Convention zu amüsieren. Für Ana und Zak, die ihn finden müssen, bevor der Morgen graut (alles andere hätte furchtbare Konsequenzen) beginnt eine Nacht zwischen Orks, Bogen schießenden Amazonen und wild gewordenen Wikingern. Eine verrückte Nacht, in der beide über sich hinauswachsen, ihre Masken fallen lassen sich zum ersten mal so sehen, wie sie sind: verletzlich, wütend, voller Leben und randvoll mit Gefühlen füreinander.


       



Ich bin so sehr mit der Uni und Klausuren beschäftigt, dass ich seit Beginn dieses Jahres kaum Zeit zum Lesen hatte. Dieses Buch hab ich vor ein paar Tagen von vorablesen.de  bekommen und hat sich ein bisschen auf meinem Regal ausgeruht. Gestern ist es mich förmlich angesprungen und ich musste es einfach lesen! Und das habe ich auch gemacht und bin prompt gestern mit den ganzen 320 Seiten fertig geworden (zwar bis 2 aufgeblieben mit verschnupfter Nase und Halsschmerzen, aber das war's total wert!). Jedenfalls konnte ich "Ana und Zak" kaum aus der Hand legen!

Ana und Zak lernen sich unter interessanten Umständen kennen. Zak droht eine Sechs in einem Kurs zu bekommen und seine Lehrerin steckt ihn in ein Quiz Bowl Team, wo er zusammen mit Ana, ihrem Bruder Clayton und ein zwei anderen Schülern gegen andere Schulen antreten muss. Doch Zak würde lieber zur Washingcon gehen, eine jahrelange Tradition für ihn und seine Freunde, wo sich Science-Fiction-Fans treffen und sich in irre Kostüme stecken, um Schlachten nachzuspielen und mit anderen Geeks abzuhängen. Als Clayton gegen die Regeln verstößt und sich zur Con davonmacht, machen sich  Ana und Zak auf den Weg, um den kleinen Rebellen wieder in die sichere Obhut ihres Hotels zurückzubringen. Jedoch ist das leichter gesagt als getan, den Zak scheint noch offene Rechnungen zu haben und Ana passt überhaupt nicht in diese Welt hinein und will einfach weiterhin in ihrem sicheren Kokon bleiben. Doch sie müssen unbedingt rechtzeitig im Hotel sein, bevor die Lehrerin merkt, dass sie sich davongeschlichen haben und ihre Gefühle füreinander sind nicht die einzige Hürde, die sie überwinden müssen. 

"Ana und Zak" ist eine irrwitzig-geniale Geschichte voller Freaks, Geeks und Drogenhändler (!?), mit schlagfertigen (Betonung auf "Schlag") Charakteren, Popkultur-Hinweisen und witzigen Dialogen. Brian Katcher schafft es, dass dem Leser vor lauter Lachen die Tränen kommen und vom Anfang bis Ende zu unterhalten. "Ana und Zak" ist eine Pflichtlektüre für den Frühling, Sommer, Herbst oder Winter. Ein Muss für jeden Fan von "Flirt mit Nerd" oder "Bookishly Ever After". 




Titel: "Ana und Zak" (OT: The Improbable Theory of Ana and Zak) 

Autor/in: Brian Katcher 

Erscheinungsdatum: 7. April 2017

Seitenanzahl: 320

Verlag:  dtv Verlagsgesellschaft Reihe Hanser 


ISBN: 9783423650250

Genre: YA, Romance, Humor 


   













Rezension - "Libellen im Kopf"

"Libellen im Kopf" von Gavin Extence
Originaltitel: "The Mirror World of Melody Black"
 


Alles begann, wie es manchmal eben so ist, mit einem toten Mann. Er war ein Nachbar – niemand, den Abby gut kannte, dennoch: Einen Verstorbenen zu finden, wenn man sich nur gerade eine Dose Tomaten fürs Abendessen ausleihen möchte, ist doch ein bisschen schockierend. Oder sollte es jedenfalls sein. Zu ihrem eigenen Erstaunen ist Abby von dem Ereignis zunächst seltsam ungerührt, aber nach diesem Mittwochabend gerät das fragile Gleichgewicht ihres Lebens immer mehr ins Wanken, und Abby scheint nichts dagegen unternehmen zu können …


         
*Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten*
*Meine Meinung ist jedoch meine eigene und hat nichts mit dem Erhalt des Buches zu tun*



Ihr wisst ja nicht was für ein tolles Gefühl es ist endlich mal etwas lesen zu können - einfach weil ihr gerade Lust darauf habt und es nicht irgendwann einmal in einer Klausur geprüft wird. Oder vielleicht kennt ihr das doch und wisst genau was ich meine ;) 

Jedenfalls, habe ich endlich mal ein bisschen Zeit gehabt etwas zu lesen was nichts mit meinem Konvervatiorium zu hat, also ein Hallelujah darauf meine Freunde! *Hallelujah*

Dieses Buch ist mir sofort ins Auge gesprungen, als ich es beim Bloggerportal gesehen und hab es sofort bei Goodreads hinzugefügt, einfach weil es mal etwas anderes ist: 
Auf den ersten Blick scheint Abbys Leben ganz normal. Sie wohnt mit ihrem Freund zusammen in London, verdient Geld in dem sie Zeitungsartikel schreibt und sonst scheint auch alles gut zu laufen. Doch tief in ihrem Inneren sieht es bei Abby ganz anders aus. Manchmal verlässt sie tagelang das Haus nicht und dann sieht man sie aufgetakelt die Straße hinunterlaufen. Als sie eines Tages ihren Nachbarn Simon Black tot in seiner Wohnung auffindet, gerät Abbys Leben noch stärker aus ihrer Kontrolle. Danach hat sie ständig Stimmungsschwankungen - mal ist sie euphorisch und über alle Wolken, dann hat sie wiederum tiefste Depressionen und will ihr Bett nicht verlassen. Am Ende wird es so schlimm, dass sie sogar in eine geschlossene Einrichtung eingeliefert wird. Doch Abby will sich nicht eingestehen, dass sie nicht gesund ist und verliert immer mehr die Kontrolle über ihr Leben ... 

Ich habe mich so für dieses Buch interessiert, da es einfach mal etwas anderes war - etwas was ich bisher noch nicht gelesen hatte. Und es hat mir gut gefallen. Extence hat einen schönen Schreibstil und einen scharfen Sinn für Humor und Charakteraufbau. Auch hat er die Geschichte aus eigener Erfahrung geschrieben (er leidet ebenfalls an eine bipolaren Störung), was ebenfalls sehr interessant war. Der einzige Makel, in meinen Augen, lag daran, dass es öfters so schien als würden Teile der Geschichte fehlen. Sachen die Abby getan hat, die man aber selbst nicht miterlebt hat. Aber man könnte dies auch als einen Teil der Geschichte ansehen, denn sie wird ja aus Abbys Sicht erzählt und man könnte dies als eine "unzuverlässige Erzählerin" ansehen. Die Geschichte liest sich relativ schnell und einfach - auf alle Fälle lernt man etwas dabei! 

Ich werde definitiv den anderen Roman von Extence lesen und ich würde das Buch auch jedem empfehlen, einfach weil es diverser ist und hilft den eigenen Horizont ein bisschen zu erweitern. 


Titel: Libellen im Kopf (OT: The Mirror World of Melody Black) 

Autor/in: Gavin Extence 

Erscheinungsdatum: 14. November 2016

Seitenanzahl: 352

Verlag: LIMES Verlag 

ISBN: 9783809026341

Genre: Fiction, Contemporary, Mental Health, Adult 



    












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